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Gestahl

Imperator Gestahl (Konzeptzeichnung von Amano)

Gestahl

Imperator Gestahl (jap. ガストラ Gasutora) ist ein nicht-spielbarer Charakter in Final Fantasy VI. Er ist der machthungrige Herrscher, der von der Suche nach der Kraft des Kriegstriumvirats angetrieben wird. Sein Imperium und der Palast von ihm liegen in Vector, wo er auch die Magitek-Fabrik errichten ließ, um die Kräfte der Esper zu erforschen und zu extrahieren.

Rolle Bearbeiten

Es wird nie erwähnt, wie er das Imperium begründete oder wie er von den drei Statuen erfuhr. Auf jeden Fall stieß er vor vielen Jahren über das Esperreich und entführte sehr viele von diesen, darunter auch Maduin, der seine Frau Madeline und seine Tochter Terra verzweifelt verteidigte. Allerdings gerieten sie in den Strudel, den der Älteste heraufbeschwor, und wurden von Gestahl gefangen. Er tötete Madeline und nahm Terra an sich, weil er in ihr ein enormes Machtpotenzial erkannte. Die gefangenen Esper wurden in die Magitek-Fabrik gebracht und als Forschungsobjekte missbraucht, mit dem Ziel, die legendären Magi aus der Zeit des Magi-Krieges rekonstruieren zu können. Unter der Leitung von Dr. Cid wurde die Macht der Esper extrahiert und Kefka injiziert, der als erster Proband ausgewählt wurde. Dieses Experiment wurde zwar als erfolgreich eingestuft und an weiteren Soldaten durchgeführt, darunter auch Celes, jedoch verfiel Kefka dadurch schrittweise in den Wahnsinn.

Gestahl ließ sämtliche Städte des südlichen Kontinents durch seine enorme Armee annektieren, den Zugang zum Reich der Esper bewachen und den Seeweg ins Imperium verbieten und errichtete somit ein unerreichbares und geschütztes Hoheitsgebiet. Seine Gier ist damit aber noch nicht gestillt und er beginnt, sein Einzugsgebiet auf den nördlichen Kontinent auszuweiten. Zehn Jahre vor Beginn des Spiels ließ er den König von Burg Figaro vergiften, um auf dessen diplomatisch ungeschulte Söhne leichter Einfluss nehmen zu können und seinen Willen durchsetzen zu können. Kefka agiert hier als die rechte Hand des Imperators und als Mittelsmann zwischen ihm und dem amtierenden König Edgar, der den Tod seines Vaters aber nicht vergaß und sich nur auf den ersten Blick beugt, in Wahrheit aber mit den Rückkehrern zusammen arbeitet. Diese sind eine Widerstandsbewegung unter der Führung von Banon, die dem Imperium und dessen Gier nach Macht Einhalt gebieten wollen, nicht zuletzt wegen der Furcht vor einem erneuten Ausbruch des Magi-Krieges. Edgar fungiert als eine Art Zwischenstation und erhält durch das Scheinbündnis wichtige Informationen über die Geschicke des Imperiums.

So erfahren die Rückkehrer von der bevorstehenden Invasion von Narshe und können die Bewohner vorbereiten. Aus diesem Grund erhalten die Invasoren in Person von Wedge, Biggs und Terra auch heftige Gegenwehr. Ihr Ziel ist die Bergung einer eingefrorenen Esper aus den Minen von Narshe, die sie höchstwahrscheinlich ebenfalls in die Magitek-Fabrik bringen sollen. Dieses Unterfangen scheitert jedoch und Terra fällt in die Hände der Rückkehrer. Daraufhin lässt das Imperium aggressiv nach ihr suchen und besetzt Süd-Figaro unter dem Kommando von General Celes. Kefka unterdessen wird aufgetragen, auf Burg Figaro zu suchen und er zündet es kurzerhand an. Kurz darauf belagert das Imperium unter der Leitung von General Leo Christophe Burg Doma, möglicherweise um die Rückkehrer, deren Versteck mittlerweile gefunden wurde, einzukreisen, mit Doma im Osten und (der vermeintlichen) Burg Figaro im Westen, und um das Machtgebiet des Imperiums auszuweiten. Ob Celes tatsächlich eine Spionin des Imperiums ist und absichtlich aufgefunden werden sollte, ist unklar, auf jeden Fall verliert das Imperium zwei zentrale Figuren, Celes und Terra, daher soll Kefka persönlich die gefrorene Esper bergen. Die Rückkehrer erfahren durch Lock Cole von diesem Vorhaben und können die Esper beschützen und Kefka in die Flucht schlagen.

FFVI-Bankett

Das Bankett mit den Rückkehrern

Gestahl versus Kefka

Einige der letzten Worte von Gestahl, bevor Kefka ihn umbringt

Nachdem die Esper in ihrem Zorn große Teile von Vector zerstörten, lädt Gestahl die Rückkehrer zu einem Bankett ein und handelt ein Friedensangebot aus, später stellt sich jedoch heraus, dass er die Rückkehrer nur zu seinen Gunsten benutzt hat, um an das Kriegstriumvirat zu gelangen, und mit ihrer Macht erhebt er den Magischen Kontinent. Dort gewährt er der übergelaufenen Celes eine letzte Chance, ihre Loyalität zu beweisen, indem sie die Rückkehrer mit einem Schwert erstechen soll. Sie greift stattdessen Kefka an, der daraufhin völlig ausflippt und die Macht des Triumvirats für sich beansprucht. Gestahl stellt fest, dass Kefka zu weit geht und will sich seiner entledigen, aber Kefka erlangt durch die Statuen eine Art Immunität gegenüber Gestahls Angriffen. Kefka zwingt ihn mit einer gezielten Entladung nieder, tritt seinen Körper vor sich her und wirft ihn dann rücksichtslos über den Rand des Kontinents. Gestahl kann vorher aber noch eine Warnung vor dem Missbrauch der Statuen aussprechen, ist also noch nicht tot, sondern stirbt offensichtlich durch den Aufprall. So endet er durch die Macht, nach der er strebte und die er tatsächlich kurz besaß. Er ist also an seinem Ziel angekommen, und stirbt durch die Hand Kefkas, den er groß werden ließ.

Gestahl ist seiner Position entsprechend ein äußerst geschickter Diplomat und Stratege, und verfügt auch über sehr ausgefeilte Kampferfahrungen, denn er verwendet im Kampf gegen Kefka weitaus stärkere Zauber als der Spieler zu diesem Zeitpunkt haben kann, nämlich Feuga, Flare und Schmelze. Durch gewandte Rhetorik überzeugt er die Rückkehrer zur Kooperation und lässt gleichzeitig Städte okkupieren und unterdrückt den freien Willen der Bevölkerung. Seine Gier nach Macht wurde ihm letztendlich zum Verhängnis, wobei aber die Grausamkeit seines Todes fragwürdig bleibt.

TriviaBearbeiten

  • Im Final Fantasy VI Ultimania erfährt man, dass Gestahl am 26. Oktober geboren, ungefähr 1,55 m groß und 71 kg schwer ist.
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