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Gabranth

Gabranth ist ein hoher Richter der Armee Archadias in Final Fantasy XII und einer der primären Antagonisten. Sein wahrer Name lautet Noah von Ronsenburg und er ist der Zwillingsbruder von Basch. Seine Waffen sind zwei Schwerter mit gewundenen Klingen, die er an den Griffen auch zu einer Lanze verbinden kann.

Gabranth spielt beim Fall des Königreichs Dalmasca eine zentrale Rolle, welcher die Spielhandlung auslöst. Seine bedingungslose Loyalität kennt keine Grenzen; für das Imperium ist er bereit seiner Heimat abzukehren, seinen eigenen Bruder zu inhaftieren und des Hochverrats zu beschuldigen sowie gleichrangige Kollegen zu ermorden, sofern es von ihm verlangt wird.

Er entwickelt sich unter Kaiser Gramis zu einem angesehenen und erfolgreichen Offizier. Im Verlauf der Handlung verliert Gabranth jedoch mehr und mehr seines Erfolgs, nachdem Vayne Solidor die Herrschaft übernimmt. Gabranth ist für ihn nur ein Spielball und verliert sowohl seine Reputation, als auch seinen Richtertitel. Diese Entbehrungen schüren in ihm seinen ohnehin bereits stark ausgeprägten Hass auf seinen Bruder Basch. Seine Einsicht folgt erst viel zu spät, nämlich erst auf seinem eigenen Totenbett.

Handlung Bearbeiten

Vorgeschichte Bearbeiten

Gabranth stammt aus der kleinen Republik Landis und wuchs dort mit seinem Zwillingsbruder Basch auf. Als Archadia die Republik ohne Kriegserklärung angriff, brachte er seine todkranke Mutter, die ursprünglich aus Archadis stammte, in ihre alte Heimat, während Basch nach Dalmasca floh. Noah fasste die Flucht seines Bruders als Verrat auf und sollte lange Jahre nicht darüber hinweg kommen. Aus diesem Grund nahm er auch den Mädchennamen seiner Mutter an und nannte sich fortan Noah Gabranth. Es scheint obendrein auch einer der Gründe zu sein, aus denen sich Gabranth entschied, ins Militär zu gehen. Er machte sich sehr schnell einen Namen und stieg die Karriereleiter hinauf, bis er schließlich von Kaiser Gramis zum Richter ernannt wurde. Der Kaiser entdeckte in Gabranth einen treuen und ergebenen Gefolgsmann.

Final Fantasy XII Bearbeiten

Nach der Schlacht von Nalbina findet sich König Raminas von Dalmasca in der Nalbina-Festung ein, um einen Friedensvertrag mit Archadia zu schließen. Gabranth verkleidet sich als sein Bruder Basch, ersticht den König sowie Reks und sorgt somit für ein Staatskomplott. Durch diese Handlung wird Basch des Hochverrats beschuldigt, Prinzessin Ashelia B'nargin Dalmascas Suizid wird verkündet, das Königreich steht dadurch ohne Führung da und muss sich somit der Besetzung von Archadia beugen.

Zwei Jahre nach diesem Komplott betritt Gabranth das Nalbina-Verlies und informiert den inhaftierten Basch, dass das Imperium den Kopf des Widerstands gefangen nahm, eine Frau Namens Amalia. Der Dialog zwischen den beiden Figuren ist von beiderseitiger Verachtung erfüllt, da es Gabranth war, durch den Basch die Schuld für den Mord an Dalmascas König erhielt. Gabranth wiederum hasst Basch für seine fortdauernde Treue, die er Dalmasca schwört, obwohl er seiner ursprünglichen Heimat Landis ohne Weiteres den Rücken kehrte.

Gabranth Gramis

Kaiser Gramis beauftragt Gabranth mit dem Schutz seines Sohnes Larsa

Gabranth tritt kurz darauf wieder weg und reist nach Archadis zurück. Kaiser Gramis beordert ihn, eine schützende Hand über seinen jüngsten Sohn Larsa zu legen und gleichzeitig auch Vayne zu beschatten. Larsa zu beschützen nimmt Gabranth sehr ernst und verfolgt diesen Auftrag bis zu seiner letzten Stunde.

Gabranth tötet Drace

Um seinem neuen Kaiser zu folgen muss Gabranth seine eigene Kollegin ermorden

Einige Zeit später ereignet sich ein Staatsputsch. Vayne Carudas Solidor ermordet sowohl den Kaiser als auch den Senatsvorsitzenden, wodurch er sich selbst kraft Gesetzes zum neuen Kaiser ernennt. Gabranths Richterkollegen Bergan und Zargabaath unterstützen Vayne loyal, aber Richterin Drace widersetzt sich ihm. Bergan greift jedoch ein und wirft sie zurück. Vayne hat weitaus weniger für Gabranth übrig als noch Gramis, sondern sieht Gabranth mehr als streundenden Hund. Er testet Gabranths Loyalität, indem er ihn die am Boden liegende Drace ermorden lässt. Bevor er ihr ein Schwert in die Brust stößt, fleht sie ihn an, Larsa zu beschützen. Er bittet um ihre Vergebung und richtet sie schmerzlos. Zusammen mit Bergan und Zargabaath reist er nach Bur-Omisace und nimmt Larsa nach Archadis mit.

Larsa und Vayne sind sich uneinig, ob Prinzessin Ashe den Krieg oder den Frieden im Sinn hat, daher schickt Vayne Gabranth nach ihr aus. Er soll sie finden und sie im Falle von Kriegsvorbereitungen entsprechend bestrafen. Larsa versichert ihm jedoch, dass dies nicht notwendig sein werde. Gabranth erfährt, dass die Prinzessin zum Ridorana-Richtfeuer reisen wird und begibt sich ebenfalls dorthin, um sie und ihre Gruppe abzufangen.

Gabranths Geständnis

Gabranth offenbart sich vor der Prinzessin

Als sich Prinzessin Ashe dort vor dem Sonnen-Gespinst nicht entscheiden kann, ob sie es für den Frieden oder ihre Rache am Imperium einsetzen wird, mischt sich Gabranth ein und offenbart sich als der Mörder ihres Vaters und Königreichs, um ihren Hass zu schüren und sie dazu zu bringen, Rache am Imperium auszuüben, doch sie lässt sich nicht beirren. Auch Reddas, den Gabranth noch aus dessen Zeit als Richter kennt, löst sich vom Gedanken der Rache ab, anschließend auch Vaan, dessen Bruder Reks von Gabranth ermordet wurde, sowie auch Basch, der seine Dienste voll dem Wohle Dalmascas versprach. Besonders Baschs Involviertheit sorgt für Gabranths Zorn und er greift die Gruppe an, verliert jedoch den Kampf. Im Anschluss taucht auch Doktor Cid auf, schubst Gabranth geringschätzend weg und enthebt ihn seines Amtes als Richter weil er durch den Angriff auf die Prinzessin gegen den Willen Larsas handelte. Diese abweisende Behandlung und die abfälligen Worte machen Gabranth so wütend, dass er Cid angreift, jedoch blockt Venat den Angriff ab und schleudert ihn gegen eine Säule, an der er bewusstlos liegen bleibt.

Es kommt zu einer Explosion des Sonnen-Gespinstes, die Gabranth jedoch überleben kann. Er begibt sich auf die Luftfeste Bahamut, mit der Vayne in den Krieg gegen Rozarria und den Widerstand zieht. Kurz darauf entert auch Prinzessin Ashe mit ihrer Gefolgschaft die Bahamut und trifft am Hauptaufzug auf Gabranth, dem seit seinem Sturz in die Ungnade nichts mehr außer dem Hass auf Basch geblieben ist. Für ihn ist der Verlust des Richteramts seine gerechte Strafe dafür, sich dem Imperium anzuschließen, das seine Heimat zerstörte. Er ärgert sich darüber, dass ihm stets das Meistgeliebte entrissen wird, und greift in seinem Zorn Basch an. Dieser bezwingt ihn, nennt ihn bei seinem richtigen Namen und fordert ihn auf, diesen Kampf zwischen ihnen endgültig zu beenden. Der verwundete und erschöpfte Gabranth meint hingegen, nicht mehr das Recht zu haben, mit diesem Namen gerufen zu werden, woraufhin ihm Basch rät, sich zu erheben und dieses Recht wieder zu verdienen. Gabranth beginnt zu zweifeln, rekapituliert seine bisherigen Taten und verzeiht innerlich seinem Bruder.

Gabranth versus Vayne

Vayne und Gabranth fügen sich gegenseitig schwere Wunden zu

Kurz darauf kommt es zur Konfrontation zwischen Vayne und Prinzessin Ashe sowie ihren Begleitern. Gabranth schleppt sich ebenfalls auf die Kampffläche, um selbst jetzt noch den sich ebenfalls dort befindlichen Larsa zu beschützen. Vayne verliert zwar den Kampf, doch die Kraft der künstlichen Nethizite, die er bei sich trägt, lässt ihn mutieren. Vayne befiehlt Gabranth, Larsa vor dem folgenden Hölleninferno zu beschützen, doch dieser widersetzt sich ihm nun aufgrund seines gebrochenen Stolzes und erhebt sein Schwert gegen seinen Imperator, selbst wenn er dafür mit seinem Leben bezahlen werde. Gabranth kann einen schweren Hieb gegen Vayne ausführen, den Vayne kontert und Gabranth zusätzlich verwundet. Außerdem will er ihm mit magischen Schwertern den Todesstoß versetzen, jedoch wird dieser Gegenangriff von Larsa abgeblockt, indem er diesen mit einem künstlichen Nethiziten absorbiert.

Sofort ist Basch bei seinem am Boden liegenden Bruder, trotz aller Kämpfe und Strapazen, die zwischen ihnen lagen. Basch nimmt ihn mit auf die Strahl und bringt ihn so in Sicherheit. Mit seinen letzten Atemzügen bittet er Basch, auf Larsa zu achten und ihm zu dienen, was ihm dieser verspricht.

Kampf Bearbeiten

Hauptartikel: Gabranth (Boss).

Gabranth wird im Verlauf der Handlung zwei Mal bekämpft.

Andere AuftritteBearbeiten

Dissidia: Final FantasyBearbeiten

Gabranth Dissidia
Hauptartikel: Gabranth (Dissidia).

Gabranth hat einen Auftritt im PSP-Spiel Dissidia: Final Fantasy auf der Seite von Chaos.

Dissidia 012 Final FantasyBearbeiten

Im Nachfolger von Dissidia: Final Fantasy ist Gabranth ebenfalls wieder vertreten. Er stellt zusammen mit Shantotto einen Bonus-Charakter da und repräsentiert den Gegenpart zu Vaan aus Final Fantasy XII.

Trivia Bearbeiten

  • Gabranth ziert das Logo von Final Fantasy XII. Die dort abgebildete Pose nimmt er ein, als er an Bord der Luftfeste Bahamut auf Basch trifft und gegen ihn antritt.
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