Final Fantasy Almanach
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Final Fantasy XIV Endwalker

Die neueste Final Fantasy XIV-Erweiterung Dawntrail steht unmittelbar bevor - der perfekte Zeitpunkt, um ihren Vorgänger Endwalker Revue passieren zu lassen. Natürlich geht das nicht ohne Spoiler vonstatten - wenn Dich die Handlung interessiert und Du Endwalker noch nicht abgeschlossen hast, rate ich dringend davon ab, diesen Blog weiterzulesen.

Das Ende einer langen Reise[]

Endwalker wurde als der letzte Teil der Handlung rund um die Götter Hydaelyn und Zodiark angekündigt, von denen wir in Shadowbringers erfahren haben, dass sie vor Tausenden von Jahren beschworene Primae sind. Zodiark wurde beschworen, um eine als die Letzten Tage bekannte Katastrophe apokalyptischen Ausmaßes zu verhindern und anschließend die Welt durch Opfergaben in ihren ursprünglichen Zustand vor der Zerstörung zurückzuversetzen, und Hydaelyn wurde beschworen, um diese Opfergaben zu verhindern und die gerettete Welt den Überlebenden zu überlassen. Hydaelyn setzte schließlich ihren Willen durch, indem sie nicht nur Zodiark, sondern die ganze Welt in vierzehn Teile spaltete... die ganze Welt? Nein! Unter Zodiarks Beschwörern aus dem Konvent der Vierzehn gab es drei Überlebende, die es sich als die Ascians zum Ziel machten, die vierzehn Teile wieder zu vereinen, Zodiark zu erwecken und ihre alte Welt wiederherzustellen.

Mit dem Sieg des Kriegers des Lichts über die drei Ursprünglichen Lahabrea, Emet-Selch und Elidibus war der Plan vereitelt, doch plötzlich tauchte noch ein Ascian auf: Fandaniel, dem die Rettung der alten Welt ziemlich schnuppe war, stattdessen wollte er alles zerstören. Dazu errichtete er auf der ganzen Welt mysteriöse Türme, welche jeden, der sich in ihre Nähe begab, kontrollierte.

Zodiark FFXIV

Whoops, den haben wir eigentlich noch gebraucht.

Es stellte sich heraus, dass die Türme eine Anlage mit Energie speisen, mit der Zodiarks Gefängnis auf dem Mond zerstört werden sollte - so geschehen, begaben Fandaniel und sein Verbündeter Zenos sich zum Mond, natürlich dicht gefolgt vom Krieger des Lichts. Dieser konnte aber nur mitansehen, wie Fandaniel sich mit dem unvollständigen Ur-Primae vereinte und zu seinem neuen Herz wurde, nachdem das alte Herz, Elidibus, besiegt war. Bevor der wildgewordene Ascian und sein neues Spielzeug Schaden anrichten konnte, musste der Krieger des Lichts ihn besiegen und Zodiark vernichten, und während ihm dies gelungen ist, musste er nach der Tat feststellen, dass er Fandaniel in die Karten gespielt hatte - denn es war Zodiarks bloße Präsenz, die seinerzeit die Letzten Tage aufgehalten hatte, und mit seinem Verschwinden brach auch die Apokalypse erneut über das Land.

Zum Glück hatte Hydaelyn vorgesorgt und den Mond als eine Art Arche ausgestattet, mit der die Bevölkerung von Ætheris in Sicherheit gebracht werden und durch das Universum reisen konnte, bis ein anderer bewohnbarer Planet für die Umsiedlung gefunden wurde. Aber unsere Welt einfach so im Stich zu lassen kam nicht infrage, es musste einen Weg geben, die Letzten Tage auch ohne Zodiark aufzuhalten. Und den fand der Krieger des Lichts mithilfe einer Blume, die ihm Hydaelyn höchstpersönlich überreicht hatte, und dessen, was vom besiegten Elidibus übrig war - er führte den Helden Millennia in die Vergangenheit, wo sich die Wurzel allem Übels offenbarte.

Meteion Final Fantasy XIV

Meteion - der wohl niedlichste Villain, den Final Fantasy jemals gesehen hat.

In der utopischen Gesellschaft des Urvolkes fand sich der depressive Forscher Hermes, der die Meteia erschuf, einen Schwarm vogelartiger Humanoide, welche das Universum erkunden und fremde Lebensformen fragen sollten, was sie glücklich macht. Der Plan scheiterte daran, dass die Meteia hauptsächlich tote und sterbende Planeten fanden - die Trauer darüber wurde zum Einen durch die Kraft des Dynamis verstärkt, und zum anderen dadurch, dass die Meteia sich ein einziges Bewusstsein teilten, vervielfältigt, bis sie schließlich durchdrehten und zu dem Schluss kamen, dass wahre Freude und Glückseligkeit nur im Tod existieren konnten. Und so zog sich der Schwarm ans Ende des Universums zurück, um von dort aus mit der Macht des Dynamis jegliche Existenz auf ewig auszulöschen. Ætheris konnte der Zerstörung dank Zodiark entkommen, doch mit dem Tod des Primae ist der Planet nun dem Angriff der Meteia, der sich in Gestalt der Letzten Tage zeigt, schutzlos ausgeliefert.

Was danach passiert, ist einfach nur magisch: Freunde und Verbündete aus der ganzen Welt schließen sich zusammen, um dem Krieger des Lichts und seinen Gefährten die Reise zu Meteions Nest am Ende des Universums zu ermöglichen. Selbst Hydaelyn ist mit von der Partie, indem sie die Stärke des Helden testet und ihm schließlich den Mutterkristall überlässt, dessen absurde Mengen an Äther das Sternenschiff antreiben, mit dem die unmöglich lange Reise bestritten werden soll. Und ja, es ist der Mutterkristall, den der Krieger des Lichts all die Jahre in Visionen gesehen hat, wann immer Hydaelyn zu ihm gesprochen hat.

Mit so viel Unterstützung kann eigentlich nichts mehr schiefgehen, und doch muss der Krieger des Lichts mitansehen, wie seine Gefährten einer nach dem anderen zurückbleiben, damit er Meteions Nest überhaupt erreichen kann. Unterwegs begegnet er zahlreichen Reflektionen jener Zivilisationen, welche die Meteia auf ihren Reisen entdeckt haben, und erfährt, wie sie untergegangen sind - doch nichts bringt ihm von seinem Vorhaben ab, die Meteia aufzuhalten, nicht einmal deren Verschmelzung zu einer einzigen übermächtigen Entität, die sich die Endsängerin nennt. Zum Glück erhält der Held unerwartete Hilfe für diesen finalen Kampf: niemand Geringeres als sein ärgster Rivale Zenos Galvus erscheint plötzlich in Gestalt des Primae Shinryu, hilft dem Krieger des Lichts, der Verzweiflung der Endsängerin Einhalt zu gebieten, und liefert sich anschließend mit ihm das wohl coolste Duell aller Zeiten!

Endwalker ist von Anfang bis Ende eine einzige emotionale Achterbahnfahrt, ich habe gelacht, geweint und mich aufgeregt, und die Handlung zählt in meinen Augen zu den besseren, die wir im Hauptszenario gesehen haben. Allerdings muss ich sagen, dass sie bisweilen etwas, naja, vollgepackt ist - in dieser einen Erweiterung passiert so viel, dass man locker noch eine zweite Erweiterung mit der Handlung hätte füllen können. Und stellenweise hätte ich mir auch genau das gewünscht, beispielsweise hätte ich nichts dagegen gehabt, etwas mehr Zeit in Elpis zu verbringen. Nicht nur wegen des Fanservice-Duos aus Emet-Selch und Hythlodaeus, sondern auch, um Meteions Geschichte weiter auszubauen - da verbringt das Spiel ganze zehn Jahre, um diesen großen Story-Arc auszuarbeiten und abzuschließen, und dann wird der große Villain in der letzten Erweiterung auf Stufe 85 vorgestellt? Gut, Last Minute-Villains sind nicht neu in Final Fantasy, aber andere Antagonisten dieser Art wie die Wolke der Dunkelheit oder das Ewige Dunkel haben deutlich gezeigt, dass die Idee eher mies ist.

Nach dem Ende[]

Mit dem Sieg über die Endsängerin war der Hydaelyn & Zodiark-Arc abgeschlossen, aber natürlich war das längst nicht alles, was Endwalker zu bieten hatte.

Ein neues Hauptszenario[]

Barbarizia FFXIV

Barbarizia, einer der besten Prüfungsbosse aller Zeiten!

Die Lücke zwischen dem Ende der alten Handlung und dem Beginn eines ganz neuen Abenteuers in Dawntrail wurde mit einem kurzen Arc rund um die dreizehnte Splitterwelt gefüllt, der gleichzeitig ein Liebesbrief an Final Fantasy IV ist. Wir sehen die vom Nichts verschlungene Version des Königreichs Troia, geben Golbez und seinen vier Elementarfürsten auf's Maul und müssen uns zu guter Letzt sogar mit Zeromus herumschlagen. Und das alles wird begleitet von neuen Arrangements diverser aus Final Fantasy IV bekannter Stücke; besonders erwähnenswert finde ich Zeromus' Thema The Final Battle, das einfach nur ein Banger ist, sowie Rubicantes Kampfthema Forged in Crimson, das von Kenichi Maeyamada alias Hyadain neu arrangiert wurde - basierend auf einem Meme-Video, das er anno 2009 hochgeladen hat.

Insgesamt ist der Void Arc recht cool, wenn man Final Fantasy IV mag... aber ansonsten ist er nicht sonderlich spannend. Was man womöglich darauf zurückführen kann, dass Teile des FFXIV-Teams mit Produktion, Marketing und Veröffentlichung von Final Fantasy XVI beschäftigt waren und somit eine interessante und originelle Handlung einfach nicht drin war. Letzten Endes gilt Final Fantasy XVI als „der beste Endwalker-Patch“, und das will schon was heißen. Immerhin hat die stürmische Barbarizia uns die beste extreme Prüfung der Erweiterung und eine der besten des ganzen Spiels gegeben. Die Frau ist so irre schnell, es ist einfach abgefahren und das Spiel braucht mehr solche Kämpfe.

Den Göttern auf der Spur[]

Was ich sehr an Endwalker schätze ist, wie gut die beiden Raid-Reihen der Erweiterung an das Hauptszenario anknüpfen und es ergänzen. Nachdem der Krieger des Lichts im Laufe seines Stärketests mit Hydaelyn ebendiese getötet hat, offenbaren sich plötzlich die zwölf eorzäischen Götter und wollen jetzt, da Hydaelyn nicht mehr ist, die Weltherrschaft an sich reißen oder so. Natürlich hat ihnen niemand den Quatsch abgekauft, und natürlich war das auch nie das Ziel der Götter.

Sie wollen sich aber mit dem Krieger des Lichts prügeln... und ebenfalls von ihm getötet werden, da sie nun ihre Aufgabe erfüllt haben. Es stellt sich nämlich heraus, dass die Zwölf Inkarnationen der ursprünglichen Beschwörer Hydaelyns waren und spezifische Aufgaben übernommen haben, um das neue Leben auf dem zersplitterten Planeten zu schützen. Sehr interessant ist dabei, wie die Götter sich im Laufe der Zeit durch die Gebete der Sterblichen verändert haben - so war Halone ursprünglich eine Gletschergöttin, die sich durch die Gebete der Ishgarder im Verlauf des tausendjährigen Drachenkrieges zu einer Kriegsgöttin weiterentwickelt hat.

Das alles war durchaus sehr cool, allerdings konnte man zehn Meilen gegen den Wind riechen, wer oder was der finale Boss der Raidreihe sein würde, zum anderen haben die Mythen Eorzeas das gleiche Problem wie YoRHa: Dark Apocalypse aus Shadowbringers: die Kämpfe sind viel zu einfach! Es kann doch nicht sein, dass 24 Leute am ersten Tag eines Patches da blind reingehen und jeden Boss gleich im ersten Versuch besiegen. Das war bis Stormblood noch ganz anders, da brauchte man mehr als eine einzige funktionierende Hirnzelle für einen Allianz-Raid. Ich hoffe wirklich, dass die Echos aus Vana'diel, die uns in Dawntrail erwarten, nicht ganz so pupseinfach werden.

Gaslight, Gatekeep, Girlboss[]

Die zweite Raid-Reihe erweitert die Lore, die wir in Elpis über das Urvolk aufschnappen konnten, und beschäftigt sich mit der Forschungseinrichtung, die unter den schwebenden Inseln liegt - Pandæmonium, wo die ganzen Kreaturen eingesperrt werden, die zu gefährlich für den Planeten, aber zu interessant für die Ausrottung sind. Gleichzeitig erfahren wir mehr über jenen der drei ursprünglichen Ascians, der im Hauptszenario deutlich kürzer gekommen ist als die anderen beiden - Lahabrea war einfach dieser durchgeknallte Typ, der uns Ultima an die Birne geworfen und dabei irre gelacht hat, um irgendwann nicht einmal vom Krieger des Lichts getötet zu werden, sondern von Thordan VII. Nun aber durften wir ihn als den Leiter des Pandæmoniums kennenlernen und feststellen, dass er eine Nominierung für den Titel „Schlechtester Elternteil aller Zeiten“ verdient hat, so wie er seinen Sohn Erichthonios runterbuttert.

Letzten Endes geht dieser Titel aber an niemand Geringeren als Lahabreas Ehefrau Athena - obwohl das Urvolk unfassbar mächtig ist und Leben quasi aus dem Nichts erschaffen kann, reicht ihr das nicht. Nein, sie will auch Seelen erschaffen können und sich so über das Urvolk zu einer Göttin erheben, und manipuliert zu diesem Zweck ihren Sohn, nur um ihn als Versager zu betiteln, als ihre Pläne schlussendlich fehlschlagen. Zwischendurch richtet Athena ein heilloses Durcheinander im Pandæmonium an, indem sie einige der Bestien befreit, die Hohen Wächter der Anlage in Monster verwandelt und schließlich eine jüngere, total durchgedrehte Version von Lahabrea befreit - und der Krieger des Lichts darf sie alle vermöbeln.

Pallas Athena FFXIV

Pallas Athena darf mich jederzeit mit ihren Tentakeln erschlagen~

Die Handlung von Pandæmonium ist deswegen so cool, weil sie uns etwas bietet, das in weiten Teilen des Spiels fehlt, und zwar einen Antagonisten, der einfach nur ein Arsch ist. Die Ascians wollen ihre geliebte alte Welt retten, die Meteia wollen das Volk vor dem Leid des Lebens beschützen, Golbez sucht einen Ort, an dem er und die übrigen Nichtswesen in Ruhe sterben können - und Athena ist ein egozentrisches Miststück ohne jegliche Rechtfertigung für ihre Handlungen. Allgemein sind Villains, die „einfach nur böse“ sind, in der heutigen Zeit recht selten geworden, jeder braucht eine tragische Hintergrundgeschichte - und während Villains, deren Beweggründe man ein Stück weit nachvollziehen kann, durchaus interessant sind, ist es doch sehr erfrischend, jemanden vermöbeln zu dürfen, der ohne diese Tragik auskommt.

Pandæmonium Savage hat einige sehr spannende Raids geboten - da wären zum Einen die teils brutalen Anforderungen, die Heiler in den Kämpfen gegen den Phoinix, Hephaistos und Pandæmonium erfüllen mussten und die mich teils richtig gefordert haben, und zum Anderen die verschiedenen Arenen, in denen die Kämpfe ausgetragen wurden. Meistens ist eine Arena einfach nur ein Kreis, Rechteck oder Quadrat, aber in Endwalker haben wir kreative neue Formen gesehen, die sich teils während des Kampfes verändert haben. Der Hippokampos greift uns in einer quadratförmigen Arena an, überschwemmt während des Kampfes aber große Teile davon und zwingt die Spieler, sich auf schmalen Pfaden fortzubewegen. Agdistis befindet sich in einer kreisförmigen Arena, erschafft zwischendurch aber immer wieder kleinere Plattformen, die durch Stege miteinander verbunden sind, sodass der Kampf zum Teil in einer dreieckigen oder Y-förmigen Arena stattfindet. Ich hoffe wirklich, dass wir in Dawntrail weiteren Bossen begegnen werden, welche die Arena manipulieren.

Was ich nicht so geil finde, sind die unzähligen Body Checks in den Raids. Ein Body Check ist eine Mechanik, die von allen acht Spielern einer Gruppe korrekt ausgeführt werden muss - macht einer von ihnen einen Fehler, wird die ganze Gruppe besiegt und man darf den Kampf ganz von vorne beginnen. Natürlich sollen Savage-Raids schwer sein und von daher ist es sinnig, dass die ganze Gruppe wissen sollte, was sie tut, aber es wäre so viel cooler, wenn ein fähiger Spieler einen Fehler beheben könnte. Body Checks sollen nicht gänzlich verschwinden, aber ich wünsche mit sehr, dass ihre Anzahl besonders in den früheren Savage-Raids reduziert wird.

Kuriose neue Dungeons[]

Neben altbewährten Inhalten wie Prüfungen und Raids brachte Endwalker eine ganz neue Art von Inhalten ins Spiel, und zwar die unsteten und kuriosen Dungeons. Unstete Dungeons verfügen über insgesamt zwölf verschiedene Wege, sie allein oder in einer Gruppe aus bis zu vier Spielern zu bestreiten - diese zwölf Wege müssen gefunden werden, indem man Hinweisen im Dungeon selbst folgt oder über etwas Hintergrundwissen zum Spiel verfügt. Beispielsweise bietet sich einem in der Unterstadt von Sil'dih ein Vorteil, wenn man weiß, wie das Wappen des untergegangenen Reiches Sil'dih aussieht. Diese Puzzles zu lösen macht durchaus Spaß, aber hat man einmal alle zwölf Wege gefunden, gibt es keinen Grund mehr, je wieder einen unsteten Dungeon zu betreten, was sehr schade ist.

Anders verhält es sich mit den kuriosen Dungeons, die lose auf ihren unsteten Pendants basieren. Man muss zwingend eine Gruppe aus vier Spielern bilden, und es gibt nur einen festgelegten Weg durch den Dungeon. Im Gegenzug kriegt man von den Bossen und sogar von den vergleichsweise harmlosen Gegnern auf dem Weg zu ihnen so richtig hardcore auf die Fresse! Seit die herkömmlichen Dungeons aus der Inhaltssuche mit den Jahren immer einfacher geworden sind, haben Spieler auf der Suche nach Herausforderungen darauf gewartet, dass wir richtig schwere Inhalte für vier Spieler bekommen, und mit den kuriosen Dungeons ist dieser Wunsch endlich in Erfüllung gegangen. Bedauerlicherweise wollen Spieler aber nicht nur herausgefordert werden, sondern auch coole Belohnungen für ihre Mühen erbeuten, und da kommen die ersten Dungeons ihrer Art, die Kuriose Unterstadt von Sil'dih und Der kuriose Rokkon, eindeutig zu kurz. Das hat dazu geführt, dass die Inhalte eher weniger beliebt waren, aber das Problem wurde mit dem Kuriosen Aloalo teilweise behoben, und uns wurden in Dawntrail mehr Belohnungen versprochen, von daher bin ich guter Hoffnung.

Saving Private Haurchefant[]

Bei nahezu allen Spielern heiß ersehnt ist die Veröffentlichung neuer Ultimate-Raids, die als die schwierigsten Kampfinhalte im Spiel gelten. Hardcore-Spieler nehmen Urlaub, um sich tagelang ununterbrochen mit den neuen Kämpfen herumzuplagen, in der Hoffnung, zu den ersten Spielern zu gehören, die mit einer neuen funkelnden Waffe und einem Legenden-Titel afk in Limsa Lominsa herumstehen können, und andere Spieler sehen sich das Spektakel auf Twitch an und unterhalten sich über die fünf Mechaniken, die der Boss den Spielern gerade gleichzeitig an den Kopf wirft.

Haurchefant wird von einem Lichtspeer durchbohrt Final Fantasy XIV

Am Ende war es doch ganz gut, dass er versucht hat, einen Tankbuster mit einem Stufe 1-Schild zu blocken.

Ursprünglich sollte Shadowbringers uns mit zwei Ultimates beglücken, jedoch schlug nach der Veröffentlichung von TEA (The Epic of Alexander) das Coronavirus zu und verschob das zweite Ultimate so weit, dass wir es erst in Endwalker sehen würden. Das Warten hat sich aber gelohnt, denn DSR (Dragonsong's Reprise) ließ nicht nur den Drachenkrieg Revue passieren, sondern überraschte mit einem ganz neuen Konzept. Üblicherweise sind Ultimates nichts weiter als völlig übertriebene Nacherzählungen von Ereignissen, die im Verlauf des Hauptszenarios oder einer Raid-Reihe geschehen sind, doch DSR geht darüber hinaus. Es beginnt mit dem tragischen Tod des Community-Lieblings Haurchefant Greystone durch die Azurgarde, führt zum Kampf gegen Thordan und schließlich zum Sieg über Nidhogg, womit der Drachenkrieg beendet wird.

...und dann dreht das Spiel die Zeit zurück, um uns einen alternativen Verlauf des Drachenkrieges zu zeigen. Eine neue Realität, in der es dem Krieger des Lichts gelingt, Haurchefant zu retten! Nur damit alles den Bach runtergeht, denn Haurchefants Überleben führt letztendlich dazu, dass Thordans Plan, zu einem übermächtigen Primae aufzusteigen, gelingt. Whoops.

Leider kann ich nicht viel über DSR als Kampf sagen, da ich ihn zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Blogs nie bestritten habe, aber meine Güte, der Twist in der Handlung ist einfach nur mega! Unter anderem deswegen gilt DSR als der beste Ultimate-Raid aller Zeiten, und es hat dazu geführt, dass einige Gelegenheitsspieler Zugang zu diesen schwierigsten aller Kampfinhalte fordern. Sie wollen die Handlung selbst erleben, anstatt nur auf Twitch oder Youtube zuzusehen - aber wenn man diese Raids mühelos bestreiten könnte, wären sie keine Ultimate-Raids mehr. Mal ganz davon abgesehen, dass DSR eher die Ausnahme ist als die Regel.

Dieser Raid toppt alles[]

Und doch ist auch der zweite Ultimate-Raid der Erweiterung, TOP (The Omega Protocol) mehr als nur eine aufgebauschte Nacherzählung. Omega versucht, im Kampf mit dem Krieger des Lichts zu ermitteln, woher eine so fragile Lebensform nur all diese Kraft nimmt, die der Held an den Tag legt, jedoch konnte er die Antwort im Rahmen seiner Raid-Reihe in Stormblood nicht finden. Das liegt aber weniger an Omegas Unfähigkeit und vielmehr an der Tatsache, dass die Antwort - Dynamis - erst seit Endwalker in der Lore des Spiels existiert. Somit erweitert TOP die ursprüngliche Handlung der Omega-Raids um ein neues Element, und das Ergebnis ist ein Kampf, von dem Yoshi-P behauptete, er sei einfacher als DSR - Spieler, die beide Kämpfe bestritten haben, sagen aber eher das Gegenteil.

Alpha Omega FFXIV

Alpha-Omega - die bisher größte Herausforderung meiner Karriere als Raider.

Oftmals ist das Rennen um den ersten Clear eines neuen Ultimate-Raids von Drama geprägt, und natürlich war TOP keine Ausnahme. Während streamende Gruppen noch versuchten, die fünfte der insgesamt sechs Kampfphasen zu entschlüsseln, veröffentlichte die japanische Gruppe UNNAMED_ einen Tweet, in dem sie ihren TOP-Clear verkündete. Nur einen Tag später jedoch erschien ein Video, das den Dragoon besagter Gruppe dabei zeigte, wie er unmöglich weit herauszoomt, um die gesamte Arena zu überblicken und zu erkennen, was genau gerade passiert (das Video wurde mittlerweile gelöscht). Es war nun offensichtlich, dass UNNAMED_ Cheats verwendet hat, um sich einen unfairen Vorteil gegenüber anderen Gruppen zu erhaschen - Yoshi-P hat der Gruppe den Sieg offiziell aberkannt, und die betroffenen Spieler haben ihre Waffen und Errungenschaften verloren. Was danach folge, war eine Periode unfassbar guter Memes zum Thema auf Reddit, lol.

Aber zurück zum Kampf, den ich anders als DSR selbst miterleben konnte, nachdem eine Gruppe mich eingeladen hat, ihn mit ihnen zu lernen. Und es ist ganz anders, als wenn man sich ein Video oder einen Stream dazu ansieht! Jederzeit könnte irgendetwas passieren, das die ganze Gruppe in die Luft jagt, man muss die ganzen 19 Minuten lang hochkonzentriert sein, die Fähigkeiten seines Jobs in- und auswendig kennen und sie zu ganz spezifischen Zeitpunkten einsetzen, weil man sonst einfach auf die Fresse bekommt. Während ich nie so viel Spaß in einem Kampfinhalt hatte wie in TOP, war es auch äußerst nervenaufreibend und anstrengend, und gerade zum Ende hin hatte ich oftmals gar keine Lust zu raiden. Aber ich konnte nicht einfach aufgeben, dazu war ich bereits viel zu weit gekommen, und erst wenn Alpha-Omega fallen würde, hätten sich all die Mühen auch wirklich gelohnt.

Und wie es sich gelohnt hat! Am 5. Juni 2024, stolze 72 Wochen nach der Veröffentlichung des Raids, habe ich zusammen mit sieben anderen Verrückten die letzte Phase von TOP abgeschlossen und darf mich seither mit dem überaus coolen Titel „die Alpha-Legende“ schmücken! Während die Errungenschaft und die abschließende Videosequenz über meinen Bildschirm flimmerten, haben meine Hände so sehr gezittert, dass ich sie kaum spüren konnte, und ich konnte mir besagte Videosequenz nicht einmal ansehen, weil ich Rotz und Wasser geheult habe - es war endlich vorbei! Einen Ultimate-Raid zu bestreiten und sogar zu besiegen war eine absolut wilde Erfahrung, über die ich wirklich froh bin, dass ich sie gemacht habe... aber ganz ehrlich, den Stress tue ich mir nicht noch einmal an. Während ich mir selbst beweisen konnte, was ich wirklich auf dem Kasten habe, habe ich auch meine Grenzen als Raider erreicht, und meine Bewunderung für jene Spieler, die sich das mit jedem neuen Ultimate erneut antun, ist nur noch gewachsen.

Schlusswort[]

Endwalker war vielleicht nicht die beste Erweiterung, kam in vielen Aspekten aber sehr nah an diesen Titel heran. Die Handlung war weitgehend solide, Inhalte haben eine gute Balance zwischen Fanservice und FFXIV-Originalen gefunden, und viele Kämpfe haben trotz einiger Schwächen unfassbar viel Spaß gemacht. Es war ein würdiges Ende einer zehn Jahre währenden Saga, und ich kann gar nicht erwarten zu sehen, was die nächsten zehn Jahre bringen werden!

In großer Vorfreude auf ein neues Abenteuer,
Eure herzallerliebste
--Astrologe Symbol FFXIVFlüstergras
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